Sproch- un Spelljrupp Niederdollendorf

Et

 KÖLSCHE

Spell vom

JEDERMANN

Aus der Vereinsgeschichte

1981 Engagierte Eltern aus dem Förderverein der Longenburgschule in Niederdollendorf überlegen, wie sie ihren Kindern die rheinische Mundart näher bringen können. Sie finden Kontakt zu der früheren Lehrerin Hildegard Heinen-Bourbon. Man entschließt sich, das Mundartstück „De Chreßnaach en Kölle“  von B. Gravelott einzustudieren. Im Advent kommt es zur ersten öffentlichen Aufführung im Probsthof Niederdollendorf. Die „Chreßnaach“ sollte der „Dauerbrenner“ unserer Gruppe werden. Sie kommt immer wieder zur Aufführung und wird auch zum Abschluss unseres Jubiläumsjahres im Advent 2006 wieder auf dem Programm stehen.

 

1983 Die Spelljrupp schließt sich dem Heimatverein Niederdollendorf an, um ein organisatorisches Dach zu haben.

Im Jugendhof wird erneut die „Chreßnaach“ gespielt.

 

1984 Am Heiligen Abend wird die „Chreßnaach“ im Hörprogramm des WDR ausgestrahlt.

 

1986 Pänz sin och Minsche“ ist der Titel eines Mundartabends, der in Zusammenarbeit mit dem „Singkreis Möschtijall“ um Edgar Zens in Niederdollendorf, Heisterbacherrott, Oberkassel und Oberpleis durchgeführt wird.

 

1987 Im Jugendhof Rheinland wird das Volksschauspiel „Et jruße Los“ von Wilhelm Schneider-Clauß gegeben. Mehr als 1300 Zuschauer werden bei insgesamt 10 Aufführungen gezählt.

 

1988 Die Bank „Rötsch mer jet“ in der Nähe des „Löwenburger Hofs“ wird mit einigen szenischen Darstellungen eingeweiht. Sie erinnert an eine 1929 von Willi Ostermann in der Nähe selbst gestiftete Bank.

Im Kurhaus Bad Honnef wird ein Mundartabend aus Anlass des 100. Todestages des Heimatdichters Franzjosef Schneider („Et Freudeblömche“) ausgerichtet.

 

1989 Auf dem Programm steht ein weiteres Volksschauspiel von Wilhelm Schneider-Clauß mit dem Titel „De Wingjrävin“. Der eigentliche Titel ist „De Eierkönigin“. Das hätte aber nicht so gut in den Siebengebirgsraum gepasst, in den die Spielleiterin die Handlung verlegt hat. Die  Nachfrage ist so groß, dass nach sechs Aufführungen im Mai im November vier weitere nachgelegt werden. Auch dieses Stück wird in einer Produktion von Heribert Malchers, dem späteren Intendanten des Hänneschen-Theaters, im WDR-Hörfunk übertragen.

 

1990 Es geht auf eine szenische Rundreise durch das Siebengebirge unter dem Titel „Meddsen dren un drömeröm – komm, jangk ens met en de sebbe Berech“. In einer Reihe voneinander unabhängiger Szenen werden dem Zuschauer Sagen, Legenden und altes Liedgut unseres Einzugsgebietes nahe gebracht. Neben einer Reihe von Veranstaltungen im Jugendhof Rheinland kommt es auch zu einem „Gastspiel“ im Kurhaus Bad Honnef.

Im Rahmen einer Preisverleihung händigt der Kölner Autor Richard Griesbach „Et kölsche Spell vom Jedermann“ an die Eheleute Heinen aus. Wie wir heute wissen: ein folgenschwerer Schritt!

Am 20. November wird im Rahmen der Gründungsversammlung in der Backstube des langjährigen  Mitspielers Alex Blesgen aus dem „Anhängsel“ des Heimatvereins Niederdollendorf der selbstständige Verein „Sproch- un Spelljrupp Niederdollendorf e.V.“

 

1991 B. Gravelott, der Autor der „Chreßnaach“, wird mit dem Literaturpreis der Stadt Köln ausgezeichnet. Für einige szenische Darstellungen im Rahmen der Feier im Zeughaus in Köln wünscht er sich die Sproch- un Spelljrupp. Ansager seinerzeit: der noch völlig unbekannte heutige Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma.

In der Adventszeit wird aus Anlass des 10-jährigen Bestehens erneut die „Chreßnaach“ dargeboten.

 

1992 Hildegard Heinen übergibt die Regie an Hans-Werner Selzer. Im Advent gibt es wiederum einige Male im Jugendhof Rheinland die „Chreßnaach“ zu sehen.

 

1993 Nach einigen Diskussionen wird im Mai beschlossen, das Schauspiel „Unge de Krützblom“ von Wilhelm Schneider-Clauß in Angriff zu nehmen. Es handelt sich um die bis dahin wohl anspruchsvollste Arbeit – ein Stück, das von der Fertigstellung des Kölner Doms handelt, also nicht unmittelbar im Siebengebirgsraum angesiedelt ist. Die hoch interessante Thematik gibt letztlich den Ausschlag dafür, es auch mit einem bis dahin fremden Genre zu versuchen.

 

1994 Nach langen  und nicht immer einfachen Proben findet im Oktober endlich die Premiere für die „Krützblom“ statt. Die Resonanz beim Publikum belegt, dass sich die zeitweise zähe Arbeit doch auszahlt.

 

1995 Es wird beschlossen, als nächstes Stück „De Schötzekönnich“ von Georg Fuchs zu spielen.

 

1996 Die Proben gestalten sich erneut nicht ganz unproblematisch. Aus wichtigen persönlichen Gründen muss sich Hans-Werner Selzer aus der Spielleitung zurückziehen.

 

1997 Ferdi Lobeck übernimmt die Position des Spielleiters. Die Proben zum „Schötzekönnich“ werden wieder aufgenommen.

 

1998 Was lange währt wird endlich gut – im März steht der „Schötzekönnich“ endlich auf der Bühne. Erfolgreiche Aufführungen bringen erneut gute Nachfrage mit sich, so dass auch hier im Sommer Wiederholungen angeboten werden können.

 

1999 Ferdi Lobeck bringt ein selbst verfasstes Stück mit dem Titel „Der neue Pastur“ ein. Erneut stehen die Proben unter keinem guten Stern: Ferdi Lobecks Frau erkrankt schwer und er muss die Spielleitung abgeben.

Mit Friedrich Müller übernimmt ein „Eigengewächs“ die Nachfolge.

Seine erste Inszenierung ist mit der „Chreßnaach“ unser Traditionsstück.

 

2000 Dieses Jahr ist geprägt von den Vorbereitungen auf „Ärjer beim Krone-Hein“, seinem ersten „eigenen“ Stück, das übrigens wie die bis 2005 folgenden Stücke in seiner eigenen Bearbeitung entstanden ist.

Zum Jahresende gibt es ein Gastspiel mit der „Chreßnaach“ in Meckenheim-Lüftelberg.

 

2001 Im März startet der „Krone-Hein“.  Erneut gibt es einen guten Erfolg, der Wiederholungen im November erforderlich macht. Dieser Erfolg macht Mut und die Folgejahre zeigen, dass sich die Vorgabe des neuen Spielleiters, in jedem Jahr ein neues Stück zu spielen, tatsächlich auch umsetzen lässt.

 

2002 Erneut haben wir uns eine Komödie ausgesucht: zur Aufführung gelangt „Die ahl Schruv“.

Die „Chreßnaach“ wird in Gastspielen in Bad Honnef und Königswinter gezeigt.

2003 Mit großem Erfolg wird im Jugendhof Rheinland die Mundartkomödie „Och dat noch“ aufgeführt.

Ein erneutes Gastspiel mit der „Chreßnaach“ ergibt sich im Bürgerhaus in Troisdorf vor immerhin etwa 850 Zuschauern!

 

2004 Krach en de Nohperschaff“ steht auf dem Programm als Neuinszenierung.

Ein Probenwochenende wird in Leinsweiler in der Pfalz durchgeführt. In einer Pause zwischen zwei Proben wird in einer internen Abstimmung entschieden, anlässlich des 25-jährigen Bestehens „Et kölsche Spell vom Jedermann“ in der Chorruine Heisterbach zu inszenieren.

Die „Chreßnaach“ führt uns dieses Mal nach Troisdorf-Bergheim.

 

2005 Als vorerst letzte Komödie gelangt „Loss dat ens de Opa maache“ zur Aufführung – für viele Zuschauer das lustigste Stück unserer bisherigen Geschichte.

Im Rahmen der Aufführungen wird um zusätzliche Mitspieler/innen für den „Jedermann“ geworben – mit guter Resonanz: in kurzer Zeit waren rund 40 Interessenten gefunden. Eine erste Zusammenkunft gibt es im Juni. Im September wird eine erste Leseprobe mit allen Beteiligten durchgeführt.

Im November wird mit großem Erfolg der „Opa“ noch einmal in Aegidienberg gezeigt.

 

2006 Proben, Besprechungen, Planungen, Proben, Proben, Proben ...